Die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG (Keine Umsatzsteuer)

Die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG (Keine Umsatzsteuer für DJs mit wenigen Auftritten)

Der DJ als Kleinunternehmer

Es gibt viele DJs, die ihre Tätigkeit hauptberuflich oder als Nebenjob ausüben. Wer mit seinem Hobby Geld erwirtschaftet, den sieht das Gesetz als Unternehmer an. Djs, die häufiger auftreten, müssen daher ein Gewerbe anmelden. DJs erhalten nach Anmeldung ihres Gewerbes eine Steuernummer. Diese wird zur Ausstellung von Rechnungen benötigt. Mit einem Gewerbe sind verschiedene Pflichten verbunden. Beispielsweise die Erstellung einer Einkommenssteuererklärung oder einer Gewinnermittlung für das Finanzamt. Dies bedeutet nicht, dass der DJ Steuern zahlen muss. Steuern müssen erst dann gezahlt werden, wenn eine staatlich vorgegebene Gewinnschwelle überschritten wurde. Jeder Berufstätige kann bis zu 8.000 Euro steuerfrei verdienen. Alles was darüber hinaus erwirtschaftet wurde, wird mit Steuern belastet. DJs können aber etliche Aufwendungen wie Fahrtkosten, Anschaffungskosten einer Musikanlage & Verpflegungsgeld absetzen. Daher werden Steuern zumeist erst bei mittleren fünfstelligen Gewinnen fällig.

Was bedeutet die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG?

Wer im vergangenen Jahr die Umsatzgrenze von 17.500 Euro nicht überschritten hat und im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000 Euro verdienen wird, ist ein Kleinunternehmer. Kleinunternehmer sind nicht zur Abführung von Umsatzsteuer verpflichtet und müssen diese nicht auf ihren Rechnungen vermerken. Die Grenze von 17.500 Euro bezieht sich nicht auf den Gewinn, sondern auf den Umsatz. Kleinunternehmer wie DJs verdienen daher stellenweise mehr als Unternehmer, die zwar einen immensen Umsatz haben, aber kaum Gewinn verzeichnen.

Die Anmeldung als Kleinunternehmer?

Wer Rechnungen ausstellt, benötigt eine Steuernummer. DJs erhalten eine solche beim Finanzamt. Zumeist reicht es schon aus, einen Online-Antrag beim Finanzamt auszufüllen. Der Antrag erfordert lediglich einige Angaben wie Name, Adresse und ausgeübte Tätigkeit. Das Finanzamt sendet dem Antragsteller erfahrungsgemäß schon nach wenigen Tagen eine Steuernummer zu. DJs müssen ihre Tätigkeit als Gewerbe anmelden, wenn sie auf öffentlichen Veranstaltungen auflegen, Rechnungen ausstellen und mehr als einmal pro Jahr auftreten. Wer als DJ arbeitet, muss unter diesen Voraussetzungen zwingend ein Gewerbe anmelden. Die Kleinunternehmerregelung bezieht sich lediglich auf die Abführung von Umsatzsteuer – Kleinunternehmer sind von Umsatzsteuer-Vorauszahlungen und Umsatzsteuer-Erklärungen befreit. Sie müssen nur eine vereinfachte Gewinnermittlung absenden und unterliegen keinen besonderen Dokumentationspflichten.

Kleinunternehmer haben – wie alle anderen Erwerbstätigen – drei Pflichten:

– Erstellung einer Einkommenssteuererklärung
– Gewinnermittlung
– Steuern auf Gewinne entrichten

Wer als DJ tätig wird, muss ein Gewerbe anmelden. Dies gilt auch dann, wenn ein DJ lediglich plant in Zukunft vermehrt aufzutreten. Er darf mit der Anmeldung des Gewerbes nicht bis zum Jahresende warten. Künstler sind von der Gewerbepflicht nach § 18 EStG befreit – DJs fallen aber leider nicht darunter. Denn das Auflegen von Musik ist laut Gesetz keine künstlerische Tätigkeit.

Vorteile der Kleinunternehmerregelung

Die Kleinunternehmerregelung bietet DJs verschiedene Vorteile. Da die Umsatzsteuer entfällt, erspart sich der DJ durch die fehlende Umsatzsteuer-Voranmeldung viel Arbeit. Auftraggeber müssen bei DJs, die als Kleinunternehmer arbeiten, keine Umsatzsteuer abführen. Kleinunternehmer können ihre Leistungen also kostengünstiger als ihre Konkurrenz anbieten. In steuerlicher Hinsicht gibt es weder Vor- oder Nachteile. Als DJ kann man zahlreiche Pauschalen absetzen, wodurch die Steuerlast erheblich sinkt. Die absetzbaren Beträge sind oftmals derart groß, dass überhaupt keine Steuern anfallen.

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